Während der ersten Förderphase von 2015 bis 2019 war Herne im Stadtbezirk Wanne eine von ca. 300 Kommunen, die sich an dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ beteiligt hat. Während der zweiten Förderphase wird das Programm stadtweit wirken. Die Laufzeit der Bundesförderung ist für fünf Jahre bis 31.12.2024 vorgesehen. Die Stadt Herne  stellt jährlich einen Antrag auf Förderung.

In Herne wird das Programm im Schulterschluss zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft, wie von der Fördergeldgeber*in gewünscht, umgesetzt. Mit der IFAK e.V. konnte eine Partnerin für die Koordinierungs- und Fachstelle gewonnen werden; von städtischer Seite liegt die Projektleitung bei einem Mitarbeiter der Jugendförderung.

Mit einem Fördervolumen von 486.699€ (30.000€ Eigenanteil Stadt Herne) (ca. 50% reine, direkte Projektfinanzierung) konnten  während der ersten Förderphase ca.  60  demokratiefördernde Projekte von 27 Institutionen und Einzelpersonen durchgeführt werden. Ca. 12.000 Bürger*innen, sowie professionelle Akteur*innen konnten im Stadtbezirk Wanne durch diese Projekte erreicht werden. Im aktuellen Förderjahr beläuft sich das Fördervolumen auf 138.889€ (13.889€ Eigenanteil der Stadt Herne).

Für diese Förderphase wurde die thematisch Ausrichtung des Bundeprogramms leicht verändert und aktuellen Entwicklungen und Bedarfen angepasst. Die thematischen Schwerpunkte sind:

  •  Demokratieförderung

Im Handlungsfeld Demokratieförderung wird das Ziel verfolgt, demokratische Teilhabe und zivilgesellschaftliche Konfliktregulierung zu stärken.

  • Vielfaltgestaltung

Im Handlungsfeld Vielfaltgestaltung sollen Projekte das Verständnis für die Selbstverständlichkeit von Vielfalt und Respekt, die Anerkennung von Diversität und die Arbeit gegen Ideologien der Ungleichwertigkeit fördern.

  • Extremismusprävention

Im Handlungsfeld Extremismusprävention werden die zentralen Formen ideologischer Radikalisierung bearbeitet: Rechtsextremismus, islamistischer Extremismus und linker Extremismus.

Ziel des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ ist es zum einen, durch vielfältige Projekte die demokratische Kultur in unserer Gesellschaft nachhaltig zu fördern. Zum anderen soll zivilgesellschaftliches Engagement gestärkt und die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und Politik eingeübt und gefestigt werden. Der Begleitausschuss stellt hierbei ein zentrales Organ dar. Zur Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen an unserer „Partnerschaft für Demokratie“ werden Jugendforen eingerichtet.